Palma wird Berlin…

Jaja, ich weiss. Es ist schon einige Zeit verstrichen, seit ich das letzte mal die Feder ergriffen habe, virtuell versteht sich, um die geneigte Leserschaft am Leben auf der Insel teilhaben zu lassen. Nicht, dass es an berichtenswertem gemangelt hätte, ganz im Gegenteil,…

… aber wieder einmal waren Zeit und Muße knapp, was sie im Moment eigentlich auch sind, vor allem ersteres. Nichts desto weniger möchte ich an dieser Stelle einen vorläufigen Abschlussbericht zum Thema “Berlin/Palma”, mit anderen Worten, zu meinem letzten Kurzfilm abliefern. Inzwischen trägt er (habe ich das schon erwähnt?), den Namen “Schattengrenze”, weiss der Himmel wieso. Ich habe ihn auch vorhabensgemäß zu den Oberhausener Kurzfilmtagen eingereicht. Leider hat es nicht für eine Aufnahme ins offizielle Festivalprogramm gereicht. Woran das wohl gelegen haben mag werden sich sicher auch die anderen ca. 6.353 von 6.500 Einreichern fragen, denen es genauso ergangen ist. Also wohl eher kein Grund, in Depression und Suchtverhalten zu verfallen, zumal ich bei meiner eigenen Premiere hier im kleinen Kreis (gut, Kollege Toni Agliata und ich haben zusammen immerhin bestimmt 50 oder so Zuschauer für unsere gemeinsame Show mobilisiert, von denen uns einige nicht mal persönlich bekannt waren, auch das ein Novum) das Feedback durchaus positiv war. Also heisst es nun nach vorne schaun, das Werk in noch etwas festival- bzw. präsentationstauglichere Form zu bringen (mit einer ordentlichen DVD und so Sachen), es auch einzureichen, und ansonsten weiter zu arbeiten. Das nächste Projekt steckt nämlich schon in den Startlöchern. An dieser Stelle sei soviel verraten: es wird etwas ganz anderes, sehr viel verspielteres, und hoffentlich ziemlich “phantastisches”. Mitstreiter habe ich jedenfalls schon etliche, und wenn alles gut geht, wird noch diesen Sommer gedreht, auf Teufel komm raus. Dazu ein andermal mehr, an gleicher Stelle.

A Propos gleiche Stelle: was soll das eigentlich heissen, “Palma wird Berlin”. Nun ja, das soll heissen, dass mich der Wind der Ruhelosigkeit aller Wahrscheinlichkeit nach noch Mitte des Jahres eben dorthin verwehen wird, nach Berlin nämlich. Der MFA stehen grosse Veränderungen bevor, das “M” für Mallorca wird bald in ein “M” für München verwandelt werden, und ich habe mich nach zähem Ringen dagegen entschieden, diesem Schritt zu folgen und in diese meine geliebte Geburtstadt zu übersiedeln, sondern mein Glück fürs erste noch einmal andernorts zu suchen, eben in Berlin. Vielleicht wird mir dann ja auch klar, was es für ein Aberwitz war, diese Metropole in unserem kleinen Mittelmeer-Metropölchen drehen zu wollen. Was mir, nach Aussage einiger überraschter Premierenbesucher dann doch ganz gut geglückt zu sein scheint. Es hilft halt schon, wenn man einen Kameramann hat, der weiss, wie es in Berlin und insbesondere auch an der Ostsee aussieht, da er daselbst schon etliches gedreht hat. Was besagter Kameramann im übrigen auch während der Premiere nicht müde wurde zu erwähnen. Dies sei allerdings nur am Rande erwähnt…

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