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	<title>Live von der Insel</title>
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	<pubDate>Mon, 23 Apr 2007 19:32:32 +0000</pubDate>
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		<title>Trolly Dolly</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 19:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[An dieser Stelle ein kleiner Hinweis für die Freunde des gepflegten Musikvideos. Einer meiner Studenten, der einzigartige und nicht zu bremsende Hoshy März hat zusammen mit dem ebenfalls einzigartigen (aber anders) Sebastian Pfaff ein meines Erachtens durchaus sehenswertes Video als offizielle Wettbewerbseinreichung zu einem tatsächlich ebenfalls ganz offiziellen Video-Wettbewerb der allseits bekannten und beliebten Musikunterhalter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle ein kleiner Hinweis für die Freunde des gepflegten Musikvideos. Einer meiner Studenten, der einzigartige und nicht zu bremsende Hoshy März hat zusammen mit dem ebenfalls einzigartigen (aber anders) Sebastian Pfaff ein meines Erachtens durchaus sehenswertes Video als offizielle Wettbewerbseinreichung zu einem tatsächlich ebenfalls ganz offiziellen Video-Wettbewerb der allseits bekannten und beliebten Musikunterhalter Red Hot Chili Peppers gebastelt. Gebastelt ist in diesem Fall durchaus wörtlich zu verstehen, was zuerst damit losging, dass der mutmasslich verrückte, wenngleich einzigartige und wie gesagt: nicht zu bremsende, Hoshy eben, einen wehrlosen Einkaufswagen mit gleich zehn einzelnen Videokameras bestückt hat, um damit eine durchgehende 4:37 Minuten Planfahrt durch ein Einkaufszentrum (und andere Lokalitäten) zu filmen. 4:37 mal zehn macht überschlagsmäßig knapp 50 Minuten Material PRO TAKE. Bei ungefähr fünzehn Takes sind das dann&#8230; Eben, verrückt, sag ich ja. Um daraus dann eine Art Videoinstallation zu erstellen ging die Bastelarbeit weiter. Das Ergebnis kann sich allerdings wie gesagt sehen lassen, der geneigte Leser kann das auch tatsächlich tun, und zwar unter folgender Adresse: <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=M7ApKKBdlgM">http://www.youtube.com/watch?v=M7ApKKBdlgM</a></p>
<p>Dies allerdings nur in der bei YouTube üblichen Auflösung von 320&#215;240 Pixeln, und nicht in der doch etwas beeindruckenderen Originalauflösung von 1440&#215;1080. Die grobe Idee kommt aber rüber. Der Wettbewerb läuft übrigens bis 20. April, wem das Video gefällt, der möge bitte die Daumen drücken, eine Kerze stiften oder was ihm/ihr sonst geeignet erscheint, um den Gewinn des Preises (unter anderem ein Flug nach Paris, um die Chili Peppers höchst persönlich zu treffen) herbeizuführen. Meine Jungs hätten es sich jedenfalls verdient, gemessen am vergossenen Schweiss&#8230;
</p>
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		<title>Palma wird Berlin&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 19:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Jaja, ich weiss. Es ist schon einige Zeit verstrichen, seit ich das letzte mal die Feder ergriffen habe, virtuell versteht sich, um die geneigte Leserschaft am Leben auf der Insel teilhaben zu lassen. Nicht, dass es an berichtenswertem gemangelt hätte, ganz im Gegenteil,&#8230;
&#8230; aber wieder einmal waren Zeit und Muße knapp, was sie im Moment [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja, ich weiss. Es ist schon einige Zeit verstrichen, seit ich das letzte mal die Feder ergriffen habe, virtuell versteht sich, um die geneigte Leserschaft am Leben auf der Insel teilhaben zu lassen. Nicht, dass es an berichtenswertem gemangelt hätte, ganz im Gegenteil,&#8230;</p>
<p><a id="more-50"></a>&#8230; aber wieder einmal waren Zeit und Muße knapp, was sie im Moment eigentlich auch sind, vor allem ersteres. Nichts desto weniger möchte ich an dieser Stelle einen vorläufigen Abschlussbericht zum Thema &#8220;Berlin/Palma&#8221;, mit anderen Worten, zu meinem letzten Kurzfilm abliefern. Inzwischen trägt er (habe ich das schon erwähnt?), den Namen &#8220;Schattengrenze&#8221;, weiss der Himmel wieso. Ich habe ihn auch vorhabensgemäß zu den Oberhausener Kurzfilmtagen eingereicht. Leider hat es nicht für eine Aufnahme ins offizielle Festivalprogramm gereicht. Woran das wohl gelegen haben mag werden sich sicher auch die anderen ca. 6.353 von 6.500 Einreichern fragen, denen es genauso ergangen ist. Also wohl eher kein Grund, in Depression und Suchtverhalten zu verfallen, zumal ich bei meiner eigenen Premiere hier im kleinen Kreis (gut, Kollege Toni Agliata und ich haben zusammen immerhin bestimmt 50 oder so Zuschauer für unsere gemeinsame Show mobilisiert, von denen uns einige nicht mal persönlich bekannt waren, auch das ein Novum) das Feedback durchaus positiv war. Also heisst es nun nach vorne schaun, das Werk in noch etwas festival- bzw. präsentationstauglichere Form zu bringen (mit einer ordentlichen DVD und so Sachen), es auch einzureichen, und ansonsten weiter zu arbeiten. Das nächste Projekt steckt nämlich schon in den Startlöchern. An dieser Stelle sei soviel verraten: es wird etwas ganz anderes, sehr viel verspielteres, und hoffentlich ziemlich &#8220;phantastisches&#8221;. Mitstreiter habe ich jedenfalls schon etliche, und wenn alles gut geht, wird noch diesen Sommer gedreht, auf Teufel komm raus. Dazu ein andermal mehr, an gleicher Stelle.</p>
<p>A Propos gleiche Stelle: was soll das eigentlich heissen, &#8220;Palma wird Berlin&#8221;. Nun ja, das soll heissen, dass mich der Wind der Ruhelosigkeit aller Wahrscheinlichkeit nach noch Mitte des Jahres eben dorthin verwehen wird, nach Berlin nämlich. Der MFA stehen grosse Veränderungen bevor, das &#8220;M&#8221; für Mallorca wird bald in ein &#8220;M&#8221; für München verwandelt werden, und ich habe mich nach zähem Ringen dagegen entschieden, diesem Schritt zu folgen und in diese meine geliebte Geburtstadt zu übersiedeln, sondern mein Glück fürs erste noch einmal andernorts zu suchen, eben in Berlin. Vielleicht wird mir dann ja auch klar, was es für ein Aberwitz war, diese Metropole in unserem kleinen Mittelmeer-Metropölchen drehen zu wollen. Was mir, nach Aussage einiger überraschter Premierenbesucher dann doch ganz gut geglückt zu sein scheint. Es hilft halt schon, wenn man einen Kameramann hat, der weiss, wie es in Berlin und insbesondere auch an der Ostsee aussieht, da er daselbst schon etliches gedreht hat. Was besagter Kameramann im übrigen auch während der Premiere nicht müde wurde zu erwähnen. Dies sei allerdings nur am Rande erwähnt&#8230;
</p>
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		<title>Palma=Berlin? Final Cut&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Feb 2007 15:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Müde bin ich, geh zur&#8230; Arbeit. Weil es ja nichts hilft. Trotz etlicher Nächte im Schnitt muss das &#8220;normale&#8221; Leben ja weiter gehen. Jedenfalls kann ich hiermit vermelden, dass der Film finalmente fertig ist, soweit ich ihn hier mit den vorhandenen Systemen (sprich: ohne professionelle Farbkorrektur, Tonschnitt und Mischung) fertig stellen kann. Nicht nur fertig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Müde bin ich, geh zur&#8230; Arbeit. Weil es ja nichts hilft. Trotz etlicher Nächte im Schnitt muss das &#8220;normale&#8221; Leben ja weiter gehen. Jedenfalls kann ich hiermit vermelden, dass der Film finalmente fertig ist, soweit ich ihn hier mit den vorhandenen Systemen (sprich: ohne professionelle Farbkorrektur, Tonschnitt und Mischung) fertig stellen kann. Nicht nur fertig ist er, sondern gleich auch auf postalischem Wege unterwegs gen <a target="_blank" href="http://www.kurzfilmtage.de/">Oberhausen</a>, um sich daselbst mit der Crème des internationalen Kurzfilmschaffens zu messen. So wäre zumindest der absolute Idealfall, wenn er nämlich überhaupt ins Programm aufgenommen würde, wovon auszugehen wohl ein wenig verfrüht wäre. Für mich hat diese Festivaleinreichung zumindest insofern schon ihren Zweck erfüllt, als ich mir die Einreichung schon von Anfang an zum Ziel gesetzt hatte, und somit die Deadline des Festivals auch meine eigene, ganz reale wurde. Durch des Schicksals gnädige Fügung hat sich diese Deadline gleich zweimal spürbar nach hinten verschoben, was mir wirklich sehr entgegen gekommen ist. Jedenfalls gibt es jetzt kein zurück mehr, und ich bin gelinde gesagt ein ganz klein wenig nervös, ob unser Werk wohlwollende Aufnahme finden wird oder nicht. Jetzt ist es jedenfalls erst mal &#8220;rum ums Eck&#8221;, bis zur Premiere.</p>
<p>Die nächsten Projekte zeichnen sich allerdings schon ab&#8230;
</p>
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		<pubDate>Wed, 07 Feb 2007 15:37:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<title>Palma=Berlin: Postproduction</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jan 2007 22:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

		<category>Live vom Set</category>

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		<description><![CDATA[Es klappt! Hannes schaut aus dem Fenster, in dem sich Berlin spiegelt! Im Hintergrund blinkt der Fernsehturm, ein kleines, blinkendes Flugzeug fliegt durch die Nacht. Jetzt versteht natürlich wieder mal keine Sau, was daran so toll sein soll. Nun, Berlin ist eigentlich gar nicht da. Man erinnere sich: wir haben ja in Palma gedreht. Also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es klappt! Hannes schaut aus dem Fenster, in dem sich Berlin spiegelt! Im Hintergrund blinkt der Fernsehturm, ein kleines, blinkendes Flugzeug fliegt durch die Nacht. Jetzt versteht natürlich wieder mal keine Sau, was daran so toll sein soll. Nun, Berlin ist eigentlich gar nicht da. Man erinnere sich: wir haben ja in Palma gedreht. Also alles nur ein Trick, die Reflektion ist ein Photo, blinkender Fernsehturm und Flugzeug quasi von Hand animiert! Religiöse Ergriffenheit macht sich breit, als ich das Ergebnis stundenlanger Bastelarbeit zum ersten mal willigen Betrachtern zeige. <a id="more-45"></a></p>
<p>Und natürlich detailliert erläutere, wie gesagt: sonst versteht ja wieder keiner was. Leere Augen blicken mich an, das kann nur die Begeisterung sein. Schweigen senkt sich auf den sonst so betriebsamen Schneidraum. Es hat ihnen die Sprache verschlagen. Ich wusste es. Die Spötter sind verstummt! Keine dummen Sprüche mehr, Marke &#8220;also wir hatten damals ja den Vorteil, dass wir auch tatsächlich in Berlin WAREN, das erleichtert es ungemein&#8221; oder &#8220;Kennst Du eigentlich den Song &#8216;Streets of London&#8217;? Da wär´s doch auch ganz schön, warum drehst es denn nicht da? Wo Du schon mal hier bist?&#8221;</p>
<p>Das gehört jetzt alles der Vergangenheit an, wo sie die kühne Vision zum ersten mal auf dem Monitor sich manifestierend sehen, per Mausklick an- und abschaltbar.<br />
Irgendjemand murmelt was von wegen &#8220;naja, is halt Berlin, ich weiss ja auch nicht&#8230;&#8221;<br />
Banausen. Alles Banausen. Ich lasse den Schneideraum räumen.<br />
<strong>2. Januar:</strong></p>
<p>Noch knapp zwei Wochen, dann möchte ich den Film fertig haben. Der Rohschnitt liegt inzwischen bei siebzehn Minuten, und es ist etliches noch gar nicht geschnitten. Gewisse Insider, die ich lieber nicht beim Namen nenne, haben schon vermutet, dass es doch noch für einen 90-Minüter reichen könnte. Ja ja. Hauptsache alle amüsieren sich. Ich jedoch hoffe, dass ich das Ding unter 25 Minuten heimbringe. Soll ja schliesslich wirklich ein KURZfilm werden. Eine gewisse innere Widerstandshaltung macht sich allerdings bemerkbar. Der Regisseur im Schneideraum habe ja gewisse Ähnlichkeit mit einem angeschossenen Löwen, wie Lou ganz gerne mal erwähnt (wenn auch nicht nimmermüde, nur gelegentlich). Ich stimme dem zu. Missmutig, reizbar, unberechenbar, und potentiell extrem beisswillig. Ein Problemlöwe, sozusagen. Da sitzt man dann da und muss sich anschauen, was man alles nicht bedacht, was man alles übersehen, was man alles vergessen hat. Immer wieder. Man darf die eigenen Fehlleistungen dabei in voller Breite auskosten. Eine Erfahrung, die man schon mal ganz gerne vor sich herschiebt, bis es wieder mal nicht mehr anders geht. Aber Hauptsache ist bekanntlich, der Film wird fertig. Und man hat was gelernt. Und Gesundheit ist ja eh das wichtigste. Und überhaupt.
</p>
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		</item>
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		<title>Palma=Berlin? Die zweite.</title>
		<link>http://www.livevonderinsel.de/2006/12/18/palmaberlin-die-zweite/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Dec 2006 22:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

		<category>Live vom Set</category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 23.11., 3. Drehtag
Noch ein Tag im Berlin-Double, dann geht´s ins echte Berlin.

Heute drehen wir Innen/Nacht in der Wohnung von Pamela und Thomas, die sich auf das Wagnis eingelassen haben, eine Filmcrew bei sich drehen zu lassen, während sie nebenan schlafen. Die Wohnung ist sehr schön, und erinnert durchaus an einen Berliner Altbau, auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 23.11., 3. Drehtag</strong></p>
<p>Noch ein Tag im Berlin-Double, dann geht´s ins echte Berlin.</p>
<p><a id="more-44"></a></p>
<p>Heute drehen wir Innen/Nacht in der Wohnung von Pamela und Thomas, die sich auf das Wagnis eingelassen haben, eine Filmcrew bei sich drehen zu lassen, während sie nebenan schlafen. Die Wohnung ist sehr schön, und erinnert durchaus an einen Berliner Altbau, auch in den Augen des nimmermüden Lous. Zuerst aber muss ich Wookie, die Tinas Mutter spielen wird, vom Flughafen abholen. Es ist alles etwas hektisch, weil wir den Dreh nicht in die Länge ziehen wollen, und daher schon mal anfangen, Szenen ohne Wookie zu drehen. Dann schnell zum Flughafen, Wookie holen, und gleich weiterdrehen. So der Plan. Gottseidank klappt es auch, denn die Zwischenfälle sind alle schon vorher passiert, mit dem Mietauto an die Wand fahren und so was. Nicht zuletzt natürlich der Totalausfall meines Regieassistenten: der arme Stan ist nach etwa 16 Stunden Plackerei ohne Pause einfach zusammengeklappt und liegt seitdem krank im Bett. Wie krank sieht man daran, dass er im ganzen drei Tage nicht geraucht hat. Das will was heissen.<br />
Der Dreh an sich verläuft relativ entspannt und erfolgreich, wenn man bedenkt, dass Wookie mich noch nie getroffen hat, und nun mit &#8220;ihrem Sohn&#8221; (den sie gerade am Flughafen kennengelernt hat) und &#8220;ihrer Tochter&#8221; (die sie vor zwei Jahren das letzte mal gesehen hat und auch noch nie mit ihr gespielt) zuerst Geburtstag feiert, und dann herzhaft mit ihnen streiten muss. Film ist Illusion, ich staune selbst immer wieder. Nachdem sich unsere Location-Geber irgendwann zurückgezogen haben verläuft der Dreh etwas ungewöhnlich weiter: zwischen den Takes flüstern alle, erst wenn die Kamera läuft wird sich wieder angeschrien. Gegen vier sind wir fertig und happy, das Gros des Films ist geschafft, und wir haben uns wacker geschlagen, wenn man bedenkt, dass wir erst gestern unseren Mammut-Dreh hatten.</p>
<p><strong>Freitag, 24.11., 4. Drehtag</strong></p>
<p>Hektische Betriebsamkeit. Um acht geht unser Flieger nach Berlin (das echte, das in Deutschland). Tina, Lou und ich sitzen tatsächlich zufällig im gleichen Flugzeug, und haben auch ganz unterschiedliche Gründe, warum wir fliegen. Aber nachdem wir herausgefunden hatten, dass wir tatsächlich alle gleichzeitig da sind (und Hannes, Tinas Spielpartner) ohnehin in Berlin wohnt, haben wir beschlossen, die Gelegenheit zu nutzen, gleich noch eine Szene im Taxi dort zu drehen. &#8220;Gleich noch&#8221; ist im übrigen wörtlich zu verstehen: Nachdem wir vom Flughafen nach Prenzlberg gefahren sind, fangen wir nämlich gleich an. So gegen ein Uhr morgens. Wieder einmal zweifle ich an meiner Zurechnungsfähigkeit. Wie gut jedoch, dass wir nun hier mit Hannes Auto (dem besagten 123er Mercedes) drehen können, für das wir nach langen Mühen in Palma (von vielen ja nicht zu Unrecht auch gerne das &#8220;Berlin des Mittelmeers&#8221; genannt, was an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber kurz erwähnt sei) ein Double gefunden hatten. Hannes hat nicht zuviel versprochen: die beiden Autos gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Ein weisses Ei einem braunen jedenfalls. Aber immerhin beide von einem Huhn. Dafür sehen sie auch innen nicht gleich aus, was wir aber durch geschicktes &#8220;Raushalten&#8221; zu kaschieren wissen. Von Hannes Auto halten wir im Zuge dessen so viel raus, dass es nur noch von einem Experten als Mercedes zu identifizieren sein dürfte. Aber zu WISSEN, dass es einer ist, ist für uns alle schon ein echt gutes Gefühl. Die Authentizität ist quasi mit Händen zu greifen! Jedenfalls gelingt uns eine ziemlich gute Szene, mit einer Unmenge unwirklich echtem Berlin im Hintergrund. Nee, wat schön!<br />
Samstag, 25.11., Ende Gelände<br />
Heute wollten wir eigentlich von Peters Wohnung/Dach aus den geplanten Blick über die Dächer der Stadt (den Hannes beim Blick aus seiner Spielwohnung in Palma selbst dazuspielen musste) drehen. Können wir aber nicht, was am Fehlen einer Leiter daselbst scheitert. Genaugenommen fehlt nicht die Leiter, sondern die sechs starken Möbelpacker, die das Ungetüm in den fünften Stock schleppen und dort auf Peters Balkon aufstellen könnten. Da der Balkon nur etwa einen Meter breit ist, und der Weg zum gewünschten Bild nur von dort über die besagte Leiter aufs Dach führen würde, haben wir gar nichts dagegen, das Unternehmen kurzerhand abzusagen. Nicht zuletzt, weil wir nicht ganz sicher sind, wie die Staatsgewalt wohl reagieren würde, wenn mitten in der Nacht dunkel gewandete Männer auf ein Dach steigen und ein seltsames Gerät auf den nur dreihundert Meter entfernten Reichstag richten. Stattdessen lassen wir uns von Peters Nachbarn und de-facto Mitbewohner Matthias lecker bekochen und schliessen das Projekt fürs erste ab. Ein paar Tage in Berlin abhängen (das mich in vielen Aspekten frappant an Palma erinnert) schadet jetzt gar nicht.</p>
<p><strong>Donnerstag, 30.11., Nachdreh</strong></p>
<p>Im Verlauf der Dreharbeiten hatte es sich rauskristallisiert: Wookies Figur braucht noch eine Szene, in der sie den Vater ihres Sohnes zum ersten mal seit Jahren wiedersieht. Blödsinnigerweise stelle ich mir das in einer Galerie vor, der Mann ist schliesslich Maler, und erfolgreich auch noch, kann er doch auch ausstellen. Wookie ist nur noch heute in Palma, die Szene spielt (zur Abwechslung einmal) nachts, und noch ist keine Galerie in Sicht. Kameramann haben wir auch keinen, der sitzt nämlich noch in Berlin, hat uns aber genaue Anweisungen gegeben, was bei der Aufnahme zu beachten sei. An der Bildgestaltung bin ich als Regisseur letztlich sowieso selbst schuld, also nix wie ran. Vorausgesetzt, es tut sich eine Galerie auf. Unpassenderweise scheinen alle für den morgigen Freitag Vernissagen geplant zu haben (zeitgleich natürlich, gewisse Parallelen zur publikumsfreundlichen Programmgestaltung der Fernsehsender an vor Feiertagen sind nicht zu verkennen), darob es keinem passt, heute noch spontan ein Filmteam drehen zu lassen. Ich irre planlos durch die Stadt, und auch vergleichsweise nutzlos, da ich genau die ausgedehnte Siesta der Galerien (zwischen zwei und halb fünf) erwischt habe. Endlich treffe ich die Besitzerin meiner Wunschlocation, Frau Dr. Kunstmann (Nomen es Omen!) an, die sich gottseidank bereiterklärt, uns drehen zu lassen. Allerdings nur bis acht. Der Blick auf die Uhr zeigt: noch zwei Stunden! Ich trommle meine Crew zusammen, beknie die Schauspieler, herbeizueilen, und tatsächlich fangen wir gegen viertel nach sieben an, zu drehen. Ohne Kameramann kein wirklicher Spass. &#8220;Schnell und hell&#8221; heisst die Devise, schliesslich haben wir nur eine knappe dreiviertel Stunde. Also wir halb fertig sind, gegen zwanzig vor acht, beginnt die Kollegin Frau Dr. Kunstmanns (die selbst nicht mehr da ist), irgendetwas von &#8220;cinco minutos mas&#8221; zu grummeln. Noch fünf Minuten! Egal, wir müssen durch, halten drauf und drehen überall nur einen Take. Maximal. Manchmal sogar weniger.<br />
Um viertel vor acht habe ich meinen Film endgültig im Kasten - und bin saufroh!</p>
<p>Wer wissen will, wie es in Schnitt und Postproduction mit der Palma/Berlin Fusion weitergeht: Fortsetzung folgt, sobald ich es selbst weiss&#8230;
</p>
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		<title>Palma=Berlin?</title>
		<link>http://www.livevonderinsel.de/2006/12/12/palmaberlin/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 13:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

		<category>Live vom Set</category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal bringt mich das Wetter dazu, etwas zu schreiben. Ab heute scheint auch hier der goldene Herbst vorbei, und die Regenzeit im vollen Gange. Die Tatsache, dass heute hier Feiertag ist, und die Strassen Palmas dadurch ziemlich leer (manchmal frage ich mich, ob hier überhaupt wer wär, wenn es nichts zu kaufen gäbe), tragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal bringt mich das Wetter dazu, etwas zu schreiben. Ab heute scheint auch hier der goldene Herbst vorbei, und die Regenzeit im vollen Gange. Die Tatsache, dass heute hier Feiertag ist, und die Strassen Palmas dadurch ziemlich leer (manchmal frage ich mich, ob hier überhaupt wer wär, wenn es nichts zu kaufen gäbe), tragen zu einer jahreszeitlich angemessenen Tristesse bei.  A Propos &#8220;Strassen Palmas&#8221;. Das bringt mich zum eigentlichen Thema: warum Palma nicht Berlin ist&#8230;<a id="more-43"></a>Inzwischen ist nämlich mein jüngster Kurzfilm abgedreht. Während Dreh und Vorbereitung fehlte mir etwas die Musse, um ein Produktionstagebuch zu führen, jedoch will ich Euch die Highlights nicht vorenthalten. Was das alles mit Berlin zu tun hat? Tja, irgendwie trug es sich zu, dass mein Film partout in Berlin spielen wollte. Und an der Ostsee. Ich kann nichts dafür. Die Geschichte ergab sich einfach so. Sehr zur Freude vieler Beobachter&#8230;<br />
Aber eins nach dem anderen. Es begab sich also zu der Zeit&#8230;</p>
<p><strong>Mitte November:</strong></p>
<p>Dreh rückt näher. Buch wird langsam, viel zu langsam fertig. Oder sowas ähnliches wie feritg. Wird sich irgendwie drehen lassen. Nachteil: ich kapiere die Hälfte nicht. Ist da normal, wenn man es selbst geschrieben hat? Darf das? Wie auch immer, ich muss da durch. Vage Vorstellung, was passieren wird vorhanden, muss reichen. Meine Hauptfigur, ein blindes Mädchen begibt sich, nach einem Streit mit der Familie, auf eine nächtliche Odyssee mit einem Taxifahrer, der seit Jahren die Schluchten der Grossstadt durchstreift, auf der Suche nach etwas, oder jemandem. Sie verfällt auf die Idee, ans Meer zu fahren, weil sie jetzt sofort alles nachholen will, was sie noch nie gemacht hat. Dem geneigten Leser werden die Probleme ins Gesicht springen: Wie, sie war noch nie am Meer? Welche Grossstadtschluchten? Genau. Geht mir auch so. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, der Film kann nicht in Palma spielen. Muss fast Berlin. Alle finden es zum schreien. Zum Beispiel Theo Müller, alter Fuchs und Kamermann seines Zeichens. Jeden Tag bringt er durchschnittlich drei neue Berlin-Witze mit. Mir ist das Lachen vergangen. Irgendwie müssen wir es eben schaffen, alles, was definitiv NICHT nach Berlin aussieht, rauszuhalten. Immerhin spielt der Film nachts. Lichter im Hintergrund sehen relativ neutral aus. Wenn nicht grad was spanisches drauf zu lesen ist. Fehlt noch eine Wohnung, die nach Berliner Altbau aussieht. Nach etlichen Absagen Wohnung von Annette besichtigt. Sehr schön. Vor allem der Hafenblick. Spektakulär. Also weitersuchen. Im Endeffekt dann doch fündig geworden, Pamela und Thomas, die hier einen sehr schönen Goldschmiedeladen betreiben, lassen mich bei sich zu hause drehen. Schöne Wohnung, könnte Berlin sein.</p>
<p><strong>Sonntag, 19. November, 1. Drehtag</strong></p>
<p>Heute vier Umzüge. Soll angeblich das Team stärken, am ersten Tag viel Geschleppe und Aussendrehs zu haben. Erst mal eine Einstellung hier in der Schule, dann in Karls legendärer Bar. Vorteil: hier wie dort rote Wände, es sollte klappen, das zu einer Szene zusammenzukleben. Tina, meine Hauptdarstellerin, sieht krass blind aus. Es scheint zu funktionieren. Danach drehen wir ihre letzte Szene bei Stan im Treppenhaus. Müssen regelmässig unterbrechen, da kiffende Spanier Motorradteile durchs Bild tragen. Sonst läuft es gut. Im Anschluss noch Johannes&#8217; letzte Szene. Wie schon traditionell dreht er seine letzte Szene hier auffe Insel immer als erstes. Muss aus dem Fenster kucken und über Berlin schauen. Die Berge im Hintergrund muss er dafür wegspielen. Geht schon irgendwie. Das fehlende Berlin &#8220;fixen wir in der Post&#8221;. Ha. Keiner glaubt mir, aber ich.</p>
<p><strong>Montag, 20. November, 2. Drehtag</strong></p>
<p>Heute geht es erst mal gechillt los. Wir dekorieren das MFA-Hotel Monterrey auf Ostsee um. Lou wird nicht müde zu betonen, dass er ja selbst zweieinhalb Jahre an der Ostsee gedreht hätte, und es da genau so aussieht. Vor allem der Gummibaum vor dem Fenster sei sehr authentisch, meint Lou. In jedem Hotel an der Ostsee gäbe es Gummibäume, meint Lou. Ich meine nichts, weil ich da noch nie war, aber das hindert mich nicht, einen Film zu drehen, der da spielt. Sollen die anderen ruhig spotten! Am Nachmittag sowas ähnliches wie eine Liebesszene, allerdings nur Hände im Bild, und Füsse. Das mit den Füssen scheint nicht wie erhofft zu funktionieren, im fertigen Film werden es wohl doch nur Hände sein. Man kann nicht alles haben. Abends noch eine erste Aussen/Nacht Szene vor unserer Wohnung. Lou, der nicht müde wird, zu betonen, dass er ja selbst zehn Jahre in Berlin gelebt hätte, findet, es sähe hier aus wie in Kreuzberg. Da ich mich da nicht so auskenne, finde ich lieber nichts, und hoffe auf die Wirkung der Nacht auf das Bild, gewissermassen. Sollen sie ruhig spotten, ich bin sicher, dass das geht!</p>
<p><strong>Dienstag, 21. November, 3. Drehtag.</strong></p>
<p>Heute erst mal lange schlafen. Haben wir auch dringend nötig, weil wir heute Nacht unseren Hammerdreh haben. Nach langem suchen hat sich doch ein Strand gefunden, der irgendwie als Ostsee durchgeht. Nämlich den, an den wir als erstes gedacht hatten, bevor wir kreuz und quer über die Insel gefahren sind. Lou, der nicht müde wird usw., findet, dass das passt. Ich auch. Vorher aber noch Aussen/Nacht Industriegebiet. Hier soll man sich einen Szeneclub vorstellen können. Schlage vor, im Hintergrund den Fernsehturm einzufügen, was meinem Kameramann nur ein verächtliches Grunzen entlockt. Dafür meint er, der nimmermüde (zu betonen, dass er usw., nämlich), dass das Logo der &#8220;Ultima Hora&#8221; durchaus als das der &#8220;tageszeitung&#8221; durchgeht, man müsse es nur unscharf genug machen. Ich höre sowas inzwischen nicht mehr. Nachdem wir alle Szenen, in denen das Auto steht, gedreht haben, und nur noch die drehen müssen, in denen das Auto fährt, fährt das Auto nicht mehr. Wir haben einen wunderschönen alten weissen 123er Mercedes als Taxi aufgetan (der im ungesund orangen Licht der palmesischen Strassenlaternen tatsächlich aussieht, wie ein Taxi, auch dank des von Stans Grossvater&#8230; organisierten Taxischilds). Nachdem nun die erste Hälfte einer Fahrszene gedreht ist, steigt weisser Rauch aus dem Motorraum. Kühlerdichtung kaputt. Wir beschliessen, die Szene im Stehen zu drehen. Stan und Sebastian werden von Lou (der nicht müde wird&#8230;) in Windeseile als &#8220;Strassenlampen&#8221; angelernt, Toni als &#8220;Bremslicht&#8221; und Martin als &#8220;Verkehr&#8221;, was ihm ziemlich gut liegt. Bizarre Szenen spielen sich ab: die Strassenlampen laufen hinter dem Auto angeschaltet hin und ausgeschaltet wieder zurück. Das Bremslicht bremst, gelegentlich. Der Verkehr zieht vorbei, indem er sich wie ein Tanzbär im Kreise dreht, mit einer langen Lampe vor dem Bauch. Nachdem alles steht, fängt es endlich an, zu regnen. Wir beschliessen, den Regen mitzunehmen, wohl wissend, dass wir dann die erste Hälfte der Szene (die gefahrene) nochmal werden drehen müssen. Trotz des ganzen Wahnsinns um sie herum spielt Tina eine wunderbare Szene. Wir bauen um auf Johannes - da hört es auf zu regnen. Lou, der eine gewisse Erfahrung in derlei Dingen zu betonen nicht müde wird, macht Regen, mit dem Rest unserer Wasserflaschen (also denen, die nicht in den Kühler des Mercedes gewandert sind).<br />
Gegen halb fünf Uhr morgens ist dieser Teil des Drehs abgeschlossen. Durch den ganzen Lichterwahnsinn haben wir viel Zeit verloren, und beschliessen, die wohlverdiente Pause ausfallen zu lassen. Schliesslich ist nicht damit zu rechnen, dass auch die Sonne mit dem Aufgehen mehr Zeit brauchen wird, als ursprünglich geplant. Knapp fünf Kilo Chili con Carne warten traurig auf unserem Herd und auf uns, aber wir kommen nicht. Stattdessen macht sich ein kleines Team auf zum Strand, wo wir gegen halb sechs, nachdem wir uns einmal ordentlich verfahren haben, ankommen. Es ist stockfinstere Nacht, ein Sturm tobt, ein Fahnenmast macht Höllenlärm mit seinem Fahnenseil, und an das Aufstellen von Lampen ist nicht zu denken (man müsste sie zu zweit festhalten). Also die mutige Variante: wir warten, bis es hell wird, drehen dann schnell und hoffen auf das Beste. Stan und Martin packen alles überflüssige Equipment in eines der Autos und fahren zurück, bleiben noch der Ton, die Kamera, die zwei Schauspieler und ich. Guerilla Filmmaking at it´s most daring. Irgendwann wird es hell und wird drehen los. Alles geht Schlag auf Schlag, die Schauspieler spielen in den Totalen eigentlich nur noch die Positionen, ohne Dialog, ein Take und nächste Einstellung. In zwanzig Minuten drehen wir die Szene in Acht Einstellungsgrössen (oder waren es mehr?). Lou kämpft gegen sechzehn Blenden Helligkeitsunterschied und am Schluss sogar gegen das Meer, das dringend in seine Schuhe will. Aber irgendwie klappt es. Wir fahren heim, ich habe dringend das Bedürfnis, das Auto am Strassenrand abzustellen, und eine halbe Stunde zu schlafen (so wie alle anderen im Auto). Falle gegen neun tot aufs Bett. Gegen elf kommen Stan und Martin, nachdem sie endlich Equipment und Auto abgeben konnten (und eine halbe Stunde am Strassenrand geschlafen haben). Wir reduzieren die Menge überschüssigen Chilis aus etwa zwei Kilo und verabschieden uns. Mit Johannes habe ich vereinbart, ihn um zwei abzuholen, und zum Flughafen zu bringen. Gegen drei höre ich seine Nachricht auf der Mailbox. Dass er ein Taxi genommen hat, und sich schon gedacht, dass ich verpenne. Hätte er auch fast, meint er. Jetzt erst mal einen Tag lang nix drehen. Morgen geht es weiter, und am Freitag nach Berlin (das echte, das in Deutschland). Heute nacht habe ich mehrmals massiv an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt. Aber jetzt geht´s schon wieder&#8230;<br />
<strong> Fortsetzung folgt&#8230;</strong>
</p>
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		<title>Stöckchen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Oct 2006 10:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Das lasse ich mir (natürlich?) nicht zweimal sagen, und nehme die Herausforderung, will sagen das Stöckchen von Andi an.
5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:

eine goldene Palme
einen schwarzen Steinway
ein paar blaue Gazelle II (in Wildleder)
eine rosa Brille
ein Round-The-World Ticket und die Nerven, es einzulösen

5 Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:

eine schiefe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das lasse ich mir (natürlich?) nicht zweimal sagen, und nehme die Herausforderung, will sagen das Stöckchen von <a target="_blank" href="http://www.andib.com">Andi</a> an.</p>
<p><strong>5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:</strong></p>
<ul>
<li>eine goldene Palme</li>
<li>einen schwarzen Steinway</li>
<li>ein paar blaue Gazelle II (in Wildleder)</li>
<li>eine rosa Brille</li>
<li>ein Round-The-World Ticket und die Nerven, es einzulösen</li>
</ul>
<p><strong>5 Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:</strong></p>
<ul>
<li>eine schiefe Nasenscheidewand (die zur Nase leider passt)</li>
<li>eine Brille, leider nicht rosa, dafür mit Stärke</li>
<li>das Temperament meiner Mutter</li>
<li>einen gewissen Hang zur Bequemlichkeit</li>
<li>das Gefühl, dass die Welt ein Narrenhaus ist, und alles ein böses Ende nehmen wird</li>
</ul>
<p><strong>5 Dinge, die ich nicht habe, und auch nicht haben möchte:</strong></p>
<ul>
<li>Paris Hilton</li>
<li>Viagra</li>
<li>den Beamtenstatus</li>
<li>die <em>Gewissheit</em>, dass die Welt ein Narrenhaus ist, und alles ein böses Ende nehmen wird</li>
<li>noch fünf Fragen zu beantworten&#8230; ;o)</li>
</ul>
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		<title>Es herbstelt&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Oct 2006 16:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Ja, auch hier auf der sonst so sonnigen Insel ist der Herbst in voller Fahrt, und es regnet doch das eine oder andere Mal. Komisch eigentlich, dass ich mich immer veranlasst sehe, über das Wetter zu berichten, vor allem, wenn es mal nicht &#8220;Regenwahrscheinlichkeit: 0%&#8221; heisst! Wer weiss, woran das liegt, aber irgendwie habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, auch hier auf der sonst so sonnigen Insel ist der Herbst in voller Fahrt, und es regnet doch das eine oder andere Mal. Komisch eigentlich, dass ich mich immer veranlasst sehe, über das Wetter zu berichten, vor allem, wenn es mal nicht &#8220;Regenwahrscheinlichkeit: 0%&#8221; heisst! Wer weiss, woran das liegt, aber irgendwie habe ich wohl selbst noch so meine Probleme mit dem Image Mallorcas als reinem Urlaubsziel. So meinte unlängst <a id="more-41"></a>die liebe Maja: &#8220;schon komisch, dass Du hier wohnst, wo wie Urlaub machen!&#8221; Geht mir ja umgekehrt auch nicht anders: echt bizarr manchmal, dass die Leute hier Urlaub machen, wo ich wohne! Und mitunter auch ein wenig nervig. So zum Beispiel, wenn ich von der mfa aus nur mal eben kurz um die Ecke gehen will, um im Café Toronto einen ebensolchen con Leche zu holen. Dazu muss ich mich nämlich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in den Strom mit überfliessender Freizeit ausgestatteter Touristen einfädeln muss, genau da, wo er am dicksten ist, der Strom, nämlich auf Palmas Calle San Miguel, kurz vor der Plaça Mayor. Da merke ich nämlich dann sehr unmittelbar, dass das touristische Zeitempfinden von dem gestresster Filmschaffende (oder Film-schaffen-wollender) doch erheblich abweicht: mit anderen Worten: nach zehn Metern, hilflos eingekeilt in zäh sich dahinwälzenden, weisslich glänzenden oder rot verbrannten, aus unsäglich deplazierten Strandklamotten (die sie zu hause nicht mal für Rollenspiele im Swingerclub anziehen würden) herausquellenden Touristenmassen, brauche ich eigentlich zum Kaffee gleich noch zwei Bier dazu. Für die Nerven. Und den Rückweg. Der kann schliesslich dauern.<br />
Doch schön langsam ebbt die Flut der Weissmenschen wieder ab, und man kann sich wieder halbwegs im normalen Gehtempo durch Palmas Altstadtgassen bewegen. Nicht allzu lang, und die Mallorquiner können ihre gesammelte Abneigung wieder allein uns anderen &#8220;Zugereisten&#8221; widmen, darunter den sogenannten (was mir früher auch nicht bekannt war) &#8220;Residenten&#8221; aus aller Herren Ländern, den Überwinterern, den Crews der Luxusyachten, und den besonders beliebten Festlandsspaniern, die zwar kein Mallorquin sprechen, aber trotzdem einfach alles aufkaufen, was Michael Douglas ihnen übriggelassen hat.<br />
Der Mallorquiner hat&#8217;s nicht leicht, erträgt sein Schicksal aber doch mit erstaunlicher Gelassenheit, wenn auch gerne ein wenig mürrisch. Und schon rollt (buchstäblich) auch schon die nächste Welle auf ihn zu, diese allerdings weniger schwabbelig als die ders Sommers, vielmehr kernig und sich der passenden Kleidung umso bewusster. Deren Tour-de-France taugliche  Signalfarben können allerdings ihre Träger auch nicht ausreichend vor den Folgen des eigenen Unwillens, ihre Luxusgefährte auf engen Serpentinenstrassen hintereinander statt in Dreierreihen zu bewegen, schützen, so dass jeden Winter wieder ein Dutzend von ihnen die Insel zwar ohne den gewünschten Trainingserfolg, dafür aber im Liegen verlassen, nachdem sie die Aluröhren ihrer Räder gegen etwas grössere mit praktischen Tragegriffen getauscht haben.  Denn die Mallorquinische Geduld geht zwar weit, aber so weit, vor jeder (aber wirklich jeder) Kurve auf Schrittgeschwindigkeit zu bremsen, für den leider nur allzu wahrscheinlichen Fall, dass sich dahinter eine breit gefächerte Phalanx ungläubig staunender Rennradfahrer positioniert hat, frei nach dem Motto: &#8220;Bei der &#8216;Tour&#8217; gibt´s schliesslich auch keinen Gegenverkehr!&#8221;, geht sie nicht. Ein Kollege, der seit Jahren auf Mallorca wohnt, musste einmal, wie er mir unlängst berichtete, innerhalb von zwei Wochen zwei tödliche Rennradunfälle mitansehen. Es lebe der Sport!</p>
<p>Dem gleichnamigen Klassiker deutschsprachigen Liedguts durften wir ja im August andächtig lauschen, die rollenden Kameras im Anschlag, während er von seinem Schöpfer Reinhard Fendrich höchstselbst beim zehnjährigen Geburtstagsfest des Inselradios zu Gehör gebracht wurde. Selbiges kann er immer noch ganz gut, wie ich finde.<br />
Inzwischen habe ich das entstandene Material (darunter noch einige weitere Konzertmitschnitte und etliche zum Teil unterhaltsame Interviews) auch ordentlich in Form geschnitzt, und wie mir der Chef des Inselradios glaubhaft versichert wurde, ist das entstandene Werk auch schon mit einigem Erfolg als Ice-Breaker bei einem Konzert gelaufen. Selbst konnte ich mich allerdings nicht davon überzeugen, da zum gleichen Zeit in personam, allerdings mit eindeutig geringerem Erfolg, mit dem Versuch des Ice-Breakings auf der Warm-Up-Veranstaltung zum inzwischen auch schon wieder abgedrehten ZDF-Film &#8220;Vater auf der Flucht&#8221;, mit dem überaus routinierten Olli Korritke (&#8221;Ick hab jetz fünfundreissichstet Bühnenjubiläum, da sind die hier noch mitm Brummkreisel umen Weinachtsbaum jelofen, da hab ick schon Sesamstrasse jedreht!&#8221;) und der überaus bezaubernden Mandala Tayde. Neben letzterer durfte ich mich auch einmal kurz ins Bild stellen, und wenn die Cutterin wider erwarten Gnade vor Recht ergehen lässt, und meine Screentime nicht zur Gänze dem Diktat der Sendefähigkeit zum Opfer fällt, dürft ihr mich demnächst zur besten Sendezeit in schmucker Hoteluniform bestaunen. Vermutlich Anfang nächsten Jahres, kurz vor Saisonbeginn, um nur ja allen, die von alleine nicht auf den Gedanken kämen, sich verleitet sehen, doch so schnell wie möglich einmal auf Mallorca Urlaub zu machen, wobei im konkreten Bild wohl eher Mandalas als mein Anblick den Zug-Vögel-Instinkt der Zuschauer animieren wird. Die von Theo Müller (der uns hier an der mfa momentan wieder mit seinem Kamera-Know-How, seinen Set-Anekdoten und seinen publikations-würdigen Weisheiten, Marke: &#8220;Blende auf, alles drauf&#8221; bereichert) mit gewohnter Lässigkeit appetitanregend photographierte Schokoladenseite der Insel dürfte ein übriges tun, wabernde Wogen weisswangiger Wohlstandsbürger in Wallung zu bringen, und sie pünktlich zum ersten warmen Tag im nächsten Jahr wieder über &#8220;unserer&#8221; Insel zusammenschlagen zu lassen, auf dass Mallorquiner und &#8220;Zugereiste&#8221; wieder einvernehmlich über den &#8220;gemeinsamen Feind&#8221; lästern können, nachdem sie sich ein halbes Jahr nur miteinander und mit den Rennrad-Imperialisten befassen konnten. Der nächste Besucherrekord dräut. Tausend Starts und Landungen an einem Tag (5. August 2006) können doch noch nicht alles gewesen sein&#8230;</p>
<p>In diesem Sinne schliesst sich für heute der Kreis, und alles schielt verschärft auf den Weihnachtsurlaub. Bis dahin gibt es aber noch etliches zu tun, unter anderem werden noch einige Filme gedreht werden, darunter mein nächster eigener. Dazu später mehr an gleicher Stelle&#8230;
</p>
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		<title>Da schreibt doch einer?</title>
		<link>http://www.livevonderinsel.de/2006/08/19/da-schreibt-doch-einer/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 13:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Jaja. Da staunen alle Kritiker. Wider Erwarten findet sich doch mal wieder ein geschriebenes Lebenszeichen von der Insel hier auf dieser Seite, die mancher schon für falsch benannt hielt, Motto: &#8220;Wieso &#8220;live&#8221; von der Insel? Sehr lebendig wirkt sie ja nicht gerade&#8230;&#8221;
Das täuscht aber.
Das eigentliche Problem ist eher, dass sich hier sogar sehr viel tut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja. Da staunen alle Kritiker. Wider Erwarten findet sich doch mal wieder ein geschriebenes Lebenszeichen von der Insel hier auf dieser Seite, die mancher schon für falsch benannt hielt, Motto: &#8220;Wieso &#8220;live&#8221; von der Insel? Sehr lebendig wirkt sie ja nicht gerade&#8230;&#8221;</p>
<p>Das täuscht aber.</p>
<p><a id="more-40"></a>Das eigentliche Problem ist eher, dass sich hier sogar sehr viel tut, so dass mir zum einen oft die Zeit fehlt, etwas zu schreiben, zum anderen manchmal schlicht die Energie. Vor allem aber muss ich mich einfach mal vom Anspruch auf Vollständigkeit verabschieden, weil ich einfach nicht alles in der gleichen Intensität wiedergeben kann. Nur mal der Versuch eines kleinen Überblicks. Seit dem letzten Eintrag:<br />
- wurden an der mfa etwa ein Dutzend deutsche, englische und spanische Kurzfilme produziert<br />
- wurde es Sommer (fast so heiss wie in Deutschland) und wird schon wieder herbstlich<br />
- haben auch wir die WM verfolgt (mit Sicherheit nicht so heiss wie in Deutschland!)<br />
- fanden zig Schauspiel-, Filmmaking- und Regie-Kurse statt, darunter der sechswöchige Meisner Summerworkshop mit Trainerin Jacqueline McClintock aus Canada (und Schauspielern aus den USA, Canada, Kolumbien, Luxemburg, Deutschland, Österreich, Dänemark und Baden-Württemberg). Zur Erläuterung: Dieser Workshop ist ein ziemlich intensiver Schauspielkurs, und allein darüber liesse sich tagelang berichten, geböte nicht die Diskretion Stillschweigen über so manches Geschehen. Ich darf gar nicht dran denken. Auf jeden Fall war es ein Heidenspass (ich durfte ein bisschen mitmachen), und die abschliessende Aufführung von fünfzehn Szenen aus bekannten Theaterstücken ein sehr schönes Erlebnis.<br />
- haben wir, ein kleines Team von der mfa, das 10-jährige Geburtstagsfest des Inselradios auf Video gebannt, und bei dieser Gelegenheit unter anderem auch die Gesangsdarbietung eines gewissen Tobi Regner, der mir persönlich <em>nicht </em>aus DSDS bekannt war. Alles kriegen wir halt auch nicht mit hier auf der Insel&#8230;<br />
- hat die neue zweijährige Schauspielausbildung begonnen. Mit dabei sind knapp zwanzig angehende Schauspielerinnen und Schauspieler, zum Teil alte Bekannte, zum Teil ganz neue Gesichter, und auf deren Entwicklung bin ich ziemlich gespannt. Denn zwei Jahre Vollzeit Schauspielkurs geht an keinem spurlos vorüber, um es einmal zurückhaltend zu formulieren (wenn die wüssten!). Wie gesagt: ich bin gespannt, was da noch alles passiert&#8230;<br />
- warten wir auf die Ankunft zwölf neuer Regie-Studenten, die die mfa ab nächster Woche für ein Jahr besuchen werden. Dann wird es hier definitiv sehr lebendig. Lange Schlangen vor Saeco, dem Kaffeeautomaten, sind vorprogrammiert&#8230;<br />
- Komme ich schon wieder nicht dazu, diesen Eintrag fertigzuschreiben, weil schon wieder wer was will. Auch am Samstag. Ach ja&#8230;</p>
<p>In diesem Sinne, hoffentlich bald wieder öfter als zweimal im Jahr&#8230;
</p>
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